Martin Hafen

Prof. Dr.

Sozialarbeiter und Soziologe, Hochschule Luzern - Soziale Arbeit, Systemtheorie der Prävention

Luzern, Schweiz

About

ehemaliger Spitzensportler (Tischtennis), Hausmann, mit 30 Ausbildung zum Sozialarbeiter HFS (88-91), 91-2001 Redaktor der Suchtfachzeitschrift Drogenmagazin (heute SuchtMagazin), 1996-2001 Studium in Soziologie und Medienwissenschaft, anschliessend Promotion in Soziologie mit Dissertation zu einer themenübergreifenden Theorie der Prävention auf Basis der soziologischen Systemtheorie (Luhmann). Seit 2001 Dozent und Projektleiter an der Hochschule Luzern - Soziale Arbeit. Verheiratet und wohnhaft in Basel.

Abstract

Das Nachtleben hat viele gesundheitsförderliche Aspekte, aber auch solche, die der Gesundheit abträglich sein können. Im Vordergrund stehen diesbezüglich übermässiger Alkoholkonsum mit seinen Folgeproblemen (z. B. Gewalt, FiaZ etc.) sowie der Konsum von anderen Suchtmittel. Als "Verhaltensprävention" versucht die Prävention, die Individuen durch Sensibilisierung und Appelle an die Eigenverantwortung zu Einstellungs- und Verhaltensänderungen zu bringen. Veränderungen der Verhältnisse durch Regelungen und Vorschriften, die sich an soziale Systeme (insbesondere Organisationen) richten, können deutlich effizienter sein, sie stossen aber vor allem dann auf Widerstand der betreffenden Systeme, wenn die Massnahmen den ökonomischen Erfolg beeinträchtigen. Für die Präventionsfachpersonen, aber auch für die Entscheidungsträger:innen in Politik und Verwaltung stellt sich zwangsläufig die Frage, in welchem Ausmass die individuelle und die unternehmerische Freiheit eingeschränkt werden kann - eine Frage, die mit grundsätzlichen ethischen Überlegungen verbunden ist.

Lecture & Discussion
18.00 - 19.30

VERHÄLTNISPRÄVENTION IM WANDEL?

Moods
De, Fr, En